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Luftdichtheitsmessung – Blower-Door-Test

Durch den stetig sinkenden Energieverbrauch aufgrund heutiger hoher Wärmedämmstandards nimmt die Bedeutung von Wärmebrücken und vor allem auch der Luftdichtheit zu. Die Energiebilanz von Gebäuden zeigt oftmals den größten Energieverlust verursacht durch Luftundichtheiten, die sogenannte Infiltration (Klimatisierung, das ungewollte Eindringen von Luft über Fassadenöffnungen). Der Gesetzgeber gibt deswegen seit einigen Jahren den maximal zulässigen Luftwechsel für verschiedene Gebäude vor:

  • Gebäude ohne Lüftungsanlage: max. zulässiger Luftwechselzahl n50 = 3,0h-1
  • Gebäude mit Lüftungsanlage: max. zulässiger Luftwechselzahl n50 =1,5h-1

Zudem gibt es auch noch weitere Empfehlungen an die Luftdichtheit von Gebäuden, die teilweise weit unter diesen beiden großzügig veranschlagten Werten liegen.

Eine Überschreitung dieser Werte stellt im energetischen, bauphysikalischen und juristischen Sinne einen Mangel dar. Doch selbst ein Einhalten der Werte schließt versteckte Baumängel nicht aus.


Dabei können in folgenden Bereichen Probleme entstehen:

Heizenergie

Bei der Auslegung der Heizkörper und des Rohrnetzes (sogenannte Heizlastberechnung) wird ein definierter Luftwechsel (und damit Lüftungsverlust) angesetzt, um die Größe bzw. Leistungsabgabe der Heizkörper bzw. der Fußbodenheizung auszurechnen. Ziel dieser Planung und Berechnung ist laut Gesetzgeber, die Sicherstellung der Energieeffizienz des Heizungssystems, die zusätzlich durch die Installationsbetriebe gewährleistet und schriftlich bestätigt wird. Weichen diese berechneten Werte deutlich von den real vorliegenden Werten ab, beispielsweise durch einen größerer Luftaustausch infolge von Luftundichtheiten, kann bei einem abgeglichenen Heizungssystem in den kältesten Tagen im Jahr die notwendige Wärmemenge nicht in erforderlicher Größenordnung in den Raum transportiert werden. Eine ungenügende Aufheizung der Räume kann die Folge sein, eine schlechtere Energieeffizienz und somit ein erhöhter Heizenergieverbrauch. Bei Gebäuden mit Lüftungsanlagen kann bei unzureichender Luftdichtheit der Fall auftreten, dass das gesamte Energiekonzept nicht funktioniert.

Unkontrollierte Luftströmungen

Die Luftundichtheiten können unkontrollierte Luftströmungen verursachen, die den Wohnkomfort reduzieren. Zum einen vermindert sich die thermische Behaglichkeit durch Zugerscheinungen. Dies kann auftreten, wenn äußere Bauteile Luftundichtheiten aufweisen und im Winter kalte Luft ungestört einströmen kann. Im Sommer tritt der umgekehrte Effekt durch warme einströmende Luft auf. Außerdem kann es zu Beeinträchtigungen durch Geruchbelastung kommen.

Schallschutz/Brandschutz

Die beiden Bereiche Schallschutz und Brandschutz werden durch Luftundichtheiten ebenfalls negativ beeinflusst. Durch eine ungenügende Reduktion der Luftschallübertragung kann es zu unerwünschten Lärmemissionen kommen. Beim Brandschutz hat die Luftdichtheit ebenfalls eine wichtige Bedeutung. Bestehen beispielsweise an Steigleitungen oder Rohren Undichtheiten, können im Brandfall heiße und gesundheitsschädliche Gase in andere Wohnungen/Bereiche eintreten.


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